Letzte Aktualisierung: März 2026 | Lesezeit: ca. 10 Min.
Deutschland steckt mitten in der größten Modernisierung seiner öffentlichen Verwaltung seit Jahrzehnten. Das Onlinezugangsgesetz, die NIS-2-Richtlinie, die Cloud-Strategie des Bundes, das Dateninstitut und der Einsatz von KI in Behörden — all das erzeugt eine beispiellose Nachfrage nach externer IT-Beratung. Für mittelständische IT-Dienstleister ergibt sich daraus ein Markt mit enormem Potenzial. Wir zeigen Ihnen die fünf wichtigsten Bereiche, in denen Sie sich jetzt positionieren sollten.
Auf einen Blick:
- 50 Mrd. EUR gibt die öffentliche Hand jährlich für IT aus — Tendenz steigend
- 40.000+ unbesetzte IT-Stellen in Bund, Ländern und Kommunen
- 5 Kernbereiche bieten die größten Chancen: E-Government, Cybersicherheit, Cloud, Datenmanagement und KI
- 500 Mio. EUR+ sind allein für KI-Projekte in der Verwaltung bis 2027 eingeplant
- OZG 2.0 setzt seit Januar 2025 verbindliche Fristen für die Digitalisierung
Warum 2026 ein entscheidendes Jahr ist
Die Digitalisierung der deutschen Verwaltung ist kein neues Thema — aber 2026 markiert einen Wendepunkt. Mehrere Entwicklungen kommen gleichzeitig zusammen:
Das OZG 2.0 ist seit Januar 2025 in Kraft und setzt verbindliche Fristen für die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen. Welche konkreten Chancen das OZG 2.0 für IT-Dienstleister bietet, haben wir in einem eigenen Artikel analysiert. Was jahrelang auf Freiwilligkeit basierte, wird nun zur Pflicht. Kommunen und Landesbehörden, die bisher abgewartet haben, müssen jetzt handeln.
Die NIS-2-Richtlinie verschärft die Anforderungen an die Cybersicherheit kritischer Infrastrukturen massiv — und viele öffentliche Einrichtungen fallen erstmals in den Anwendungsbereich. Die Umsetzungsfrist ist abgelaufen, aber die praktische Implementierung steckt noch in den Anfängen.
Die Registermodernisierung — das technische Rückgrat des Once-Only-Prinzips — erfordert die Verknüpfung hunderter Fachregister über standardisierte Schnittstellen. Ein IT-Großprojekt, das Dutzende spezialisierte Dienstleister über Jahre beschäftigen wird.
Und der Haushalt 2026 des Bundes sieht trotz Spardrucks weiterhin Milliarden für die Verwaltungsdigitalisierung vor — weil die politischen und rechtlichen Verpflichtungen keine Alternative lassen.
Für IT-Beratungen mit 50 bis 100 Mitarbeitern bedeutet das: Es gibt mehr relevante Ausschreibungen als je zuvor. Die Frage ist nicht, ob Sie Aufträge finden — sondern ob Sie die richtigen finden und Ihre Ressourcen optimal einsetzen.
Bereich 1: E-Government und OZG-Umsetzung
Aktueller Stand
Das Onlinezugangsgesetz verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, ihre Verwaltungsleistungen digital anzubieten. Nach der ernüchternden Bilanz des ursprünglichen OZG — Ende 2022 waren weniger als 10 % der geplanten Leistungen flächendeckend online verfügbar — hat der Gesetzgeber mit dem OZG 2.0 nachgeschärft. Zentrale Elemente: verbindliche Standards, das Unternehmenskonto auf Basis von ELSTER, die BundID als einheitliche Identifikationslösung und das Once-Only-Prinzip, bei dem Bürger und Unternehmen Daten nur einmal angeben müssen.
Was gebraucht wird
Die größte Herausforderung liegt nicht in der Entwicklung einzelner Online-Formulare, sondern in der Integration: Bestehende Fachverfahren — oft Jahrzehnte alt — müssen über standardisierte Schnittstellen (XÖV-Standards, FIT-Connect) mit zentralen Komponenten verbunden werden. Dafür brauchen Behörden IT-Berater, die sowohl die technische Integration als auch die Verwaltungsprozesse verstehen.
Typische Ausschreibungen
- Konzeption und Umsetzung von Online-Diensten nach dem Einer-für-Alle-Prinzip (EfA)
- Integration von Fachverfahren mit der OZG-Plattform des jeweiligen Bundeslandes
- Einführung der BundID oder vergleichbarer Identifikationslösungen
- Prozessanalyse und -optimierung als Voraussetzung für die Digitalisierung
- Betrieb und Weiterentwicklung bestehender E-Government-Plattformen
Wer kauft ein
Kommunale IT-Dienstleister (z.B. ITDZ Berlin, Dataport, IT.NRW), Landesverwaltungen, Bundesbehörden und Zweckverbände. Besonders aktiv sind derzeit die Bundesländer, die bei der OZG-Umsetzung hinterherhinken und nun unter Zeitdruck externe Unterstützung suchen.
Einstiegsstrategie
Praxis-Tipp: Wählen Sie einen konkreten Verwaltungsbereich, in dem Sie bereits Erfahrung mit einem Fachverfahren haben. Eine erfolgreiche OZG-Referenz in einem Fachgebiet öffnet Türen für Folgeaufträge im selben Bereich bei anderen Behörden.
Positionieren Sie sich auf einen konkreten Verwaltungsbereich — etwa Meldewesen, Gewerbeanmeldung oder Baugenehmigung. Spezialisierung schlägt hier Breitenwissen. Wenn Sie bereits Erfahrung mit einem bestimmten Fachverfahren haben (z.B. Prosoz, Civento, cit intelliForm), ist das ein starkes Differenzierungsmerkmal. Suchen Sie gezielt nach Ausschreibungen in "Ihrem" Fachgebiet und bauen Sie Referenzen auf — die OZG-Umsetzung wird noch Jahre laufen und immer wieder ähnliche Bedarfe erzeugen.
Bereich 2: Cybersicherheit und KRITIS
Aktueller Stand
Die Bedrohungslage für öffentliche Einrichtungen hat sich dramatisch verschärft. Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld, der nach einem Ransomware-Angriff 2021 den Katastrophenfall ausrufen musste, war nur der Anfang. Seitdem wurden Dutzende Kommunalverwaltungen, Krankenhäuser und Stadtwerke Opfer von Cyberangriffen. Gleichzeitig erweitert die Umsetzung der EU-Richtlinie NIS-2 in deutsches Recht den Kreis der betroffenen Einrichtungen erheblich: Auch mittlere Kommunen, Wasserversorger und Abfallunternehmen in öffentlicher Hand müssen nun ein Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) betreiben.
Was gebraucht wird
Die meisten betroffenen Einrichtungen haben nicht die internen Kapazitäten, um die Anforderungen allein zu bewältigen. Sie brauchen externe Unterstützung in drei Phasen: Erstens bei der Analyse des Ist-Zustands und der Erstellung eines Sicherheitskonzepts nach BSI IT-Grundschutz. Zweitens bei der Implementierung technischer und organisatorischer Maßnahmen. Und drittens bei der laufenden Überwachung, Schulung und Auditierung.
Typische Ausschreibungen
- Aufbau eines ISMS nach BSI IT-Grundschutz oder ISO 27001
- Durchführung von Penetrationstests und Schwachstellenanalysen
- Einführung eines Security Operations Center (SOC) oder Managed Detection and Response
- Schulung und Sensibilisierung von Verwaltungsmitarbeitern
- Erstellung von IT-Notfallkonzepten und Business-Continuity-Plänen
- Begleitung bei der BSI-Zertifizierung
Wer kauft ein
Kommunale Verwaltungen und deren IT-Dienstleister, KRITIS-Betreiber in öffentlicher Hand (Stadtwerke, Krankenhäuser, Wasserversorger), Landesbehörden und Bundesbehörden. Das BSI selbst schreibt regelmäßig Rahmenverträge für IT-Sicherheitsberatung aus — mit erheblichen Volumina.
Einstiegsstrategie
Die BSI-Zertifizierung als IT-Sicherheitsdienstleister (z.B. als IS-Revisor oder Penetrationstester) ist ein starkes Differenzierungsmerkmal. Ohne diese Zertifizierung können Sie trotzdem in den Markt einsteigen — über Beratungsleistungen unterhalb der Zertifizierungspflicht, etwa Sicherheitskonzepte, Awareness-Schulungen oder die Begleitung bei der ISMS-Einführung. Der Bedarf ist so groß, dass auch ohne Top-Zertifizierung Aufträge verfügbar sind — besonders bei Kommunen, die pragmatische Lösungen suchen. Mittelfristig sollten Sie aber die relevanten Zertifizierungen anstreben, weil sie bei größeren Ausschreibungen zunehmend als Eignungskriterium gefordert werden.
Budgetrahmen
Zahlen & Fakten: Das BSI-Budget liegt 2026 bei über 200 Mio. EUR. NRW investiert 50 Mio. EUR in kommunale Cybersicherheit. Gleichzeitig sind über 40.000 IT-Stellen im öffentlichen Dienst unbesetzt — externe Beratung ist daher strukturell unverzichtbar.
Das BSI-Budget liegt 2026 bei über 200 Millionen Euro. Dazu kommen Förderprogramme der Länder für kommunale Cybersicherheit. Nordrhein-Westfalen hat allein 50 Millionen Euro für die IT-Sicherheit seiner Kommunen bereitgestellt.
Bereich 3: Cloud-Migration und Rechenzentrumskonsolidierung
Aktueller Stand
Die Deutsche Verwaltungscloud-Strategie (DVS) setzt den Rahmen: Bund, Länder und Kommunen sollen perspektivisch auf einer gemeinsamen, souveränen Cloud-Infrastruktur arbeiten. Wie IT-Berater die Cloud-Migration in der Verwaltung als Geschäftsfeld erschließen, erklären wir in einem separaten Leitfaden. Parallel dazu konsolidiert der Bund seine IT-Infrastruktur im Rahmen der IT-Konsolidierung Bund — einem der größten IT-Projekte der Bundesrepublik. Dutzende Behörden migrieren ihre Systeme in die Rechenzentren des ITZBund. Auf Landesebene laufen ähnliche Programme.
Was gebraucht wird
Cloud-Migration in der Verwaltung ist technisch und regulatorisch komplex. Die Anforderungen an Datenschutz (DSGVO), Informationssicherheit (BSI C5-Testat) und digitale Souveränität sind deutlich höher als in der Privatwirtschaft. Gebraucht werden Berater, die Cloud-Architekturen entwerfen können, die sowohl die technischen Anforderungen als auch die regulatorischen Rahmenbedingungen erfüllen. Besonders gefragt: Erfahrung mit der Bundescloud, den Landes-Clouds (z.B. bei Dataport oder IT.NRW) und Open-Source-basierten Cloud-Lösungen wie OpenStack oder Kubernetes.
Typische Ausschreibungen
- Cloud-Readiness-Assessments für bestehende Fachverfahren
- Migration von Legacy-Anwendungen in Cloud-Umgebungen
- Aufbau und Betrieb von Container-Plattformen (Kubernetes, OpenShift)
- Beratung zur Cloud-Strategie und -Governance
- Konsolidierung und Migration von Rechenzentren
- Einführung von Infrastructure-as-Code und DevOps-Praktiken
Wer kauft ein
Das ITZBund als zentraler IT-Dienstleister des Bundes ist der größte Einzelkäufer. Daneben die Landes-IT-Dienstleister und zunehmend auch größere Kommunen, die ihre eigene Cloud-Strategie entwickeln. Das Beschaffungsamt des BMI schreibt regelmäßig Rahmenverträge für Cloud-Beratung aus, die auch mittelständischen Anbietern offenstehen.
Einstiegsstrategie
Häufiger Fehler: Viele IT-Beratungen positionieren sich ausschließlich mit AWS- oder Azure-Expertise. Im öffentlichen Sektor gewinnen jedoch europäische und Open-Source-Lösungen an Bedeutung. Wer nur Hyperscaler kann, verliert Ausschreibungen, die digitale Souveränität fordern.
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Positionieren Sie sich als Spezialist für die souveräne Cloud. Zertifizierungen wie der BSI C5-Nachweis oder Erfahrung mit Open-Source-Cloud-Stacks sind entscheidende Differenzierungsmerkmale. Wenn Sie bisher vor allem AWS oder Azure kennen, erweitern Sie Ihr Portfolio um Kompetenzen in souveränen Alternativen — viele Verwaltungen bevorzugen europäische oder Open-Source-Lösungen aus Gründen der digitalen Souveränität. Und: Fangen Sie mit Cloud-Readiness-Assessments an — die sind weniger komplex als vollständige Migrationen, aber der perfekte Einstieg, um Referenzen aufzubauen.
Bereich 4: Datenmanagement und Open Data

Aktueller Stand
Das Datennutzungsgesetz, die europäische Data-Governance-Verordnung und der Data Act schaffen den rechtlichen Rahmen für eine neue Ära des Datenmanagements in der Verwaltung. Das geplante Dateninstitut des Bundes soll die Datennutzung zwischen Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft koordinieren. Gleichzeitig hinken die meisten Behörden beim praktischen Datenmanagement Jahre hinterher: Daten liegen in Silos, es fehlen Metadaten, Datenqualität ist unkontrolliert, und von automatisierten Datenpipelines kann keine Rede sein.
Was gebraucht wird
Der Bedarf reicht von der strategischen Beratung bis zur technischen Implementierung. Behörden brauchen Unterstützung bei der Entwicklung von Datenstrategien, beim Aufbau von Datenkatalogen und Metadatenmanagementsystemen, bei der Implementierung von Datenqualitätsmanagement und bei der Bereitstellung von Open Data über standardisierte Schnittstellen. Besonders gefragt: Berater, die den Spagat zwischen technischem Datenmanagement und den verwaltungsspezifischen Anforderungen (Datenschutz, Aktenführung, Archivierungspflichten) beherrschen.
Typische Ausschreibungen
- Entwicklung und Umsetzung einer behördlichen Datenstrategie
- Aufbau von Datenplattformen und Data-Mesh-Architekturen
- Einführung von Metadatenmanagement und Datenkatalogen
- Open-Data-Portale: Konzeption, Implementierung und Betrieb
- Datenqualitätsmanagement und Datenbereinigung
- Registermodernisierung und Schnittstellenentwicklung (XÖV, XDOMEA)
Wer kauft ein
Statistikämter des Bundes und der Länder, das Bundesverwaltungsamt, die Registerführenden Stellen, Kommunen mit Open-Data-Initiativen und zunehmend auch Forschungseinrichtungen mit öffentlichem Auftrag. Das BMWK und das BMI fördern Datenmanagement-Projekte aktiv.
Einstiegsstrategie
Datenmanagement in der Verwaltung ist noch ein relativ neuer Markt — die Konkurrenz ist daher weniger etabliert als in anderen Bereichen. Wenn Sie Erfahrung mit Datenplattformen, ETL-Prozessen oder Datenqualitätstools haben, können Sie sich schnell positionieren. Besonders wertvoll: Erfahrung mit den spezifischen Datenstandards der Verwaltung (XÖV, DCAT-AP.de für Open Data, XPlanung für Geodaten). Diese Nischen sind klein genug, dass Spezialwissen einen echten Wettbewerbsvorteil bietet. Beginnen Sie mit kleineren Projekten — etwa der Beratung einer Kommune bei der Veröffentlichung von Open Data — und arbeiten Sie sich zu komplexeren Aufträgen vor.
Budgetrahmen
Allein für die Registermodernisierung sind im Bundeshaushalt dreistellige Millionenbeträge eingeplant. Die Open-Data-Strategie des Bundes wird mit jährlich zweistelligen Millionenbeträgen gefördert. Dazu kommen Landesinitiativen und EU-Fördermittel.
Bereich 5: KI und Automatisierung in der Verwaltung
Aktueller Stand
Die KI-Strategie der Bundesregierung sieht die Verwaltung als wichtiges Anwendungsfeld. Erste Pilotprojekte laufen bereits: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nutzt KI-gestützte Spracherkennung, die Bundesagentur für Arbeit experimentiert mit Chatbots, und verschiedene Kommunen setzen auf automatisierte Dokumentenverarbeitung. Gleichzeitig hat der EU AI Act klare Regeln für den KI-Einsatz in Behörden geschaffen — viele Anwendungen in der Verwaltung fallen in die Hochrisikokategorie und unterliegen strengen Anforderungen an Transparenz, Erklärbarkeit und menschliche Aufsicht.
Was gebraucht wird
Der Spagat zwischen Innovation und Regulierung erfordert spezialisierte Beratung. Behörden suchen Unterstützung bei der Identifikation geeigneter KI-Anwendungsfälle, bei der Auswahl und Implementierung von KI-Tools, bei der Konformitätsbewertung nach dem AI Act und bei der Schulung von Mitarbeitern im Umgang mit KI-Systemen. Besonders gefragt: Erfahrung mit Large Language Models für die Verwaltung — etwa für die automatisierte Bearbeitung von Anträgen, die Auswertung von Dokumenten oder die Erstellung von Bescheiden.
Typische Ausschreibungen
- KI-Strategieberatung und Use-Case-Identifikation
- Implementierung von KI-gestützter Dokumentenverarbeitung (Intelligent Document Processing)
- Chatbot-Entwicklung für Bürgerservices
- Robotic Process Automation (RPA) für Verwaltungsprozesse
- KI-Konformitätsbewertung nach EU AI Act
- Aufbau von KI-Kompetenzzentren in Behörden
- Schulung und Change-Management für KI-Einführungen
Wer kauft ein
Bundesbehörden mit hohem Dokumenten- und Antragsvolumen (BAMF, BA, Zoll, Finanzämter), Landesverwaltungen mit KI-Strategien (Bayern, NRW und Baden-Württemberg sind besonders aktiv), Kommunen mit hohem Automatisierungspotenzial (Bauanträge, Kfz-Zulassung, Bürgerbüro) und die kommunalen IT-Dienstleister.
Einstiegsstrategie
Key Takeaway: KI in der Verwaltung ist ein Wachstumsmarkt mit niedrigen Eintrittsbarrieren. Wer jetzt Referenzen aufbaut — auch durch interne Proof-of-Concepts —, positioniert sich für einen Markt, der in den nächsten Jahren stark wachsen wird.
Der KI-Markt in der Verwaltung ist noch jung — und das ist Ihre Chance. In unserem Artikel zu KI-Ausschreibungen im öffentlichen Sektor gehen wir detailliert auf dieses Segment ein. Die großen Beratungshäuser dominieren die Strategieprojekte, aber die operative Umsetzung erfordert spezialisierte, agile Teams, die mittelständische IT-Beratungen besser bieten können. Fokussieren Sie sich auf einen konkreten Anwendungsfall: KI-gestützte Dokumentenklassifikation, Chatbots oder RPA. Bauen Sie ein Kompetenzteam auf und sammeln Sie Referenzen — auch interne Projekte oder Proof-of-Concepts zählen. Und: Die AI-Act-Compliance wird zum eigenständigen Beratungsfeld. Wenn Sie hier frühzeitig Expertise aufbauen, positionieren Sie sich in einem Markt, der in den nächsten Jahren stark wachsen wird.
Budgetrahmen
Das BMWK hat für KI-Projekte in der Verwaltung bis 2027 über 500 Millionen Euro eingeplant. Die Länder investieren parallel. Bayern hat allein 100 Millionen Euro für sein KI-Programm bereitgestellt, NRW 70 Millionen Euro.
Der gemeinsame Nenner: Fachkräftemangel treibt die Nachfrage
Alle fünf Bereiche haben eines gemeinsam: Die öffentliche Verwaltung kann den Bedarf nicht intern decken. Der Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst ist dramatisch — insbesondere bei IT-Fachkräften. Der dbb beamtenbund beziffert die unbesetzten IT-Stellen in Bund, Ländern und Kommunen auf über 40.000. Solange dieser Mangel besteht — und es spricht nichts für eine baldige Entspannung — bleibt die Nachfrage nach externer IT-Beratung strukturell hoch.
Für mittelständische IT-Beratungen mit 50 bis 100 Mitarbeitern ergibt sich eine strategische Frage: In welchem dieser fünf Bereiche können Sie am schnellsten relevante Referenzen aufbauen? Die Antwort hängt von Ihrem bestehenden Kompetenzprofil ab. Aber eines ist klar: Der Markt ist da. Die Budgets sind bewilligt. Und die Ausschreibungen werden gerade veröffentlicht.
Die entscheidende Voraussetzung: Sie müssen die relevanten Ausschreibungen finden — rechtzeitig, systematisch und ohne den halben Vertrieb an die manuelle Portalrecherche zu verlieren.
Zusammenfassung — So positionieren Sie sich:
- Einen der 5 Bereiche als Schwerpunkt wählen — passend zu Ihrem bestehenden Kompetenzprofil
- Relevante Zertifizierungen aufbauen (BSI IT-Grundschutz, BSI C5, ISO 27001, AI Act Compliance)
- Klein anfangen, Referenzen auf kommunaler Ebene sammeln, dann skalieren
- Systematisches Ausschreibungsmonitoring einrichten — der Markt ist da, aber über 30+ Plattformen verteilt
- Nischenwissen schlägt Breitenwissen: Spezialisierung ist der Schlüssel gegen die Großen
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